Dienstag, 4. Dezember 2012

Fiordland Park im beeindruckenden „Doubtful Sound“



Heute früh sind mit dem Schnellboot von Manapuri aus gestartet Richtung Westende des Sees. Dann ging es in einem kleinen Bus über den 670 m hohen „Wilmot“ Pass in die „Deep Cove“, dem innen Ende des „Doubtful Sound“ und dort sind wir umgestiegen in einen modernen Motor-Katamaran.

Zwischen steilen Felswänden und Wasserfällen tummeln sich Delfine und Pelzrobben im kalten Wasser des Fiords. Die Wasserschluchten sind von bis zu 1600 Meter hohen Bergen mit fast senkrecht abfallenden Felswänden begrenzt. Die üppige Vegetation wächst auf einer dünnen Decke aus Moos, Erdreich und Wurzelwerk. Häufig treten Baumlawinen auf, die normalerweise durch starken Regen oder Schneefälle ausgelöst werden.  Hier in diesem Fiord (Sound) regnet es in einem normalen Jahr >500cm und in extremen Jahren bis zu 1200cm (12 Meter).

Anschliessend haben wir noch das Manapuri-Kraftwerk besichtigt. Dieses wurde in der 1970er Jahre gebaut und zwar als unterirdisches Wasserkraftwerk. Dies aber nur nach Protesten von Umweltschützern, die  mit gutem Grund verhindert haben, dass der Manapuri-See um 30 Meter aufgestaut werden sollte. 












Montag, 3. Dezember 2012

Von Queenstown in den Fiordland Park



Heute war ein etwas ruhigerer Tag mit wenig Action und wenig Fahren. Dafür haben wir Überraschendes gesehen. Auf der Fahrt kam uns der „Kingston Flyer“ entgegen. Ein dampfbetrieberer Zug der seit 1878 seine Kilometer abspult. Früher als richtiges Transportmittel, seit einigen Jahr jedoch nur noch als Touristenattraktion. Er fährt zwei Mal täglich zwischen Kingston und Gore eine kurze Strecke mit Passagieren, auch wurde er schön herausgeputzt.

Neuseeland ist bekannt für seine Schafe. Auf der Nordinsel wurde die Schafzucht reduziert zu Gunsten der Zucht von Rindern und der Milchproduktion. Hier auf der Südinsel sieht man aber sehr viele Schafe überall auf den weiten Feldern verteilt. Stellvertretend einige Exemplare die uns gefallen haben. Auch sieht man häufig Rotwild hinter Zäunen, die ebenfalls gezüchtet werden. Heute haben wir sogar Alpacas gesehen. Diese Fiecher werden zur Produktion von Wolle gehalten.

Unser Ziel heute war Manapouri – ein total verschlafenes kleines Nest – von wo wir morgen einen Auflug in den Fiordland Park machen werden, in den bekannten „Doubtful Sound“. Unser Schiff startet in der Bucht „Pearl Harbour“. Diese hat aber nichts zu tun mit dem gleichnamigen Ort im Pazifik, wir fanden aber den Namen cool. 









Sonntag, 2. Dezember 2012

Von Haast nach Queenstown



Unsere nächste Station in Richtung Fiordland National Park war Queenstown. Die Strasse führte uns weg vom Meer ins Landesinnere, wo auch das Wetter sofort besser wurde und uns einlud verschiedene schöne attraktive Ziele zu besuchen oder zu fotografieren. Beeindruckend war, dass sich auf ganz kurzer Distanz die Umgebung veränderte.  Subtropische Vegetation mit schneebedeckten Bergen wechseln sich ab mit der Buschlandschaft  in Küstennähe und das innert 10 bis 20 km.

Queenstown liegt an einem 75 km langen See und etwa in der Mitte des Ostufers liegt die Stadt. Es gilt als Mekka für Sportler die extravaganten Outdoor-Aktivitäten nachgehen. So zum Beispiel Bungee-Jumping von Seilbahnmasten oder Rafting durch kantige Felsschluchten. Insgesamt werden über 120 solche möglichen Aktivitäten in dieser Gegend beworben.

Uns hat das alles relativ kalt gelassen und wir haben das Seeufer bei Sonnenschein und Cappucchino genossen. Als Dinner gab es für uns ein wunderbares Rib-Ey Steak mit allem Drum und Dran.











Samstag, 1. Dezember 2012

Von Greymouth via „Franz-Joseph-Gletscher“ nach Haast



Am Morgen verliessen wir Greymouth Richtung Süden und steuerten die Ortschaft Hokitika an. Unser Reiseführer versprach ein Ort in dem Künstler schönen Schmuck aus Jade, Steinen und Muscheln anfertigen.  Na ja! Es hatte einige Läden die verschiedene recht schöne Sachen anboten, aber alles in Grenzen. Wir haben dann auch noch einige schöne Kleinigkeiten entdeckt und uns damit eingedeckt, unter dem Motto Mitbringsel und Souvenir.

Weiter ging es der Küste entlang durch Regenwälder in ein Ort, besser gesagt eine Lagune, mit dem Namen Okarito. Dort gab es nichts ausser einigen Häusern und einem grossen, unberührten Feuchtgebiet mit Vögeln und Fischen. Es leben in dieser Gegend hier auch Kiwis, die anscheinend in der freien Wildbahn praktisch ausgestorben sind.

In jedem Reiseführer liest man über den „Franz-Joseph-Gletscher“ als das Top-Ziel. Vermutlich sind wir Schweizer einfach grössere und mächtigere Eismassen gewohnt. Uns auf jeden Fall hat der Gletscher selbst nicht aus den Socken gehauen. Auch das Wetter machte nicht so richtig mit, so dass wir den zum Gletscher passenden Berg „Mount Cook“ nicht gesehen haben. Was aber wirklich speziell ist, die Eismassen kommen bis auf wenige Kilometer ans Meer heran und der Regenwald reicht praktisch bis zum Gletscher. 









Freitag, 30. November 2012

Via „Pancake Rocks“ im Paparoa National Park nach Greymouth



Am Morgen verliessen wir die Golden Bay und fuhren in Süd-Westlicher Richtung an die West Coast. Auf dem Weg dorthin machten wir Halt bei einer früheren Goldgräber Ortschaft, bei der sich auch die längste Hängebrücke (110 Meter) von Neuseeland befindet. Ruth hatte „extrem dä Plausch“ (hihi) darüber zu laufen.  Die Brücke führt über den Fluss „Buller“, den mit 170 km längsten Fluss Neuseelands. Die Umgebung dort erinnerte uns stark ans Maggia Tal im Tessin.

Die „Pancake Rocks“ sind ein Naturereignis erster Güte. Selten kann man so anschauschlich nachvollziehen, wie die Kräfte des Meeres und der Erosion wirken. Übersetzt heisst „Pancake Rocks“ eigentlich Pfannkuchen Felsen. Wie man den Bildern entnehmen kann ist der Name wirklich zutreffend.

Unser Tagesziel heute war Greymouth, wir übernachten dort unmittelbar am Meer in einer schönen und sehr gepflegten Anlage, Sonnenuntergang und menschenleerer Strand inklusive. Entzückt hat Ruth auch noch wilde Kaninchen entdeckt, die sind rund um unseren Camper herum gerannt. 











Donnerstag, 29. November 2012

Abel Tasman National Park



Dieser Nationalpark ist Neuseelands kleinster Park mit 22‘350 ha, aber einer der attraktivsten und am Meisten besuchten Nationalparks. Das Schutzgebiet besteht aus traumhaften Sandstränden, kleinen Inseln, Lagunen, Quellflüssen, verschiedene Wälder.

In diesen Park gelangt man entweder zu Fuss oder mit einem Wassertaxi. Wir haben uns für die zweite Variante entschieden. Mit dem Schiff wurden wir Mitten im Park (natürlich an der Küste) abgesetzt und konnten dann über einen wunderbaren Fussweg, ca. 10 km dem Meer entlang wandern. Am Ziel wurden wir wieder mit dem Wassertaxi aufgenommen und zu unserem Campingplatz geführt. Highlights waren das Überqueren eines Flusses auf einer ziemlich wackligen Hängebrücke und das Beobachten von wilden Robben, Pinguinen und Delfinen. 









Transfer zur Südinsel und an die Golden Bay



Heute mussten wir um 05.30 Uhr aus den Federn. Die Fähre führte uns von Wellington nach Picton in 3.50 Std. Die Überfahrt verlief ruhig und durch naturbelassene Fiorde bis an unser Ziel. Dort setzten wir unsere Reise fort in Richtung „Abel Tasman National Park“ im äussersten Nordwesten der Südinsel. Die Fahrt führte uns auch in eine Stadt namens „Nelson“, die nachweislich die Gegend ist mit den meisten Sonnenstunden von ganz Neuseeland. In dieser Stadt leben alternative Künstler, Pazifisten und Traditionalisten, Holzschnitzer, Töpfer und Glasbläser friedlich in einer guten Nachbarschaft.

Unser Ziel zum Übernachten war „Kaiteriteri“, der wie man lesen kann, schönsten Bucht von ganz Neuseeland. Diese Bucht ist auch idealer Ausgangspunkt für Exkursionen in den Nationalpark „Abel Tasman“. Wir haben für Morgen entsprechende Pläne gemacht.

Noch etwas zum Wetter. Auf den Fotos sieht man immer nur Sonne, man könnte meinen es sei brechend heiss hier. Dem ist aber nicht so, da andauernd ein stärkerer, manchmal auch schwächer Wind weht, der die Temperaturen nie höher als 20 bis 22 Grad steigen lässt.